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Welche Kürbissorten gibt es und welche sind essbar?

Im Herbst tauchen plötzlich überall Kürbisse auf. Einige sind ein vielfältiger kulinarischer Genuss, andere dagegen sind nur zum Dekorieren geeignet und man kann sie nicht essen. Wirf mit uns zusammen einen Blick auf einige beliebte Kürbissorten und finde heraus, welche essbar sind und welche nicht.

Speisekürbisse im Überblick: Erntezeit, Geschmack und Besonderheiten

In Deutschland gibt es an die 200 essbare Kürbisarten. Im Folgenden haben wir einige der bei uns bekanntesten Kürbissorten zum Essen zusammengestellt. Um einen Kürbis zu bestimmen, achtet man vor allem auf die Form und die Farbe.

  1. Hokkaido: Der Hokkaido gehört zu den besonders beliebten unter den essbaren Kürbissorten, denn mit seinem feinsüßlichen Geschmack ist er ein echter Allrounder, der sich vielfältig einsetzen lässt. Die Gnocchi mit gebackenem Kürbis und Salbei sind ein schmackhaftes Herbstgericht. Der grüne Kräuterdip rundet das Gericht mit einer frischen Note ab und bringt die schöne, orangerote Farbe des Hokkaidos optimal zur Geltung. Geerntet wird der Hokkaido im September bis zum ersten Frost. Das Praktische bei dieser Sorte: Du musst den Hokkaido nicht schälen, sondern kannst die Schale mitessen.

  2. Butternuss: Den Butternuss- oder Birnen-Kürbis erkennst Du an seiner gelblichen, glatten Schale und der Form. Das helle, ins Orange spielende Fruchtfleisch zeichnet sich durch ein dezentes Butteraroma und eine leicht süße Note aus. Die Erntezeit liegt von August bis September. Diese Kürbissorte hat nur wenig Kerne und lässt sich leicht schälen. Das macht es einfach, den Butternuss zu Suppen und Pürees oder sogar zu Kuchen, Marmelade und Kompott zu verarbeiten.

  3. Muskatkürbis: Diese Kürbissorte wird in den Monaten August bis Oktober geerntet. In unreifem Zustand der Muskatkürbis dunkelgrün, seine Schale verfärbt sich erst langsam in Richtung Hellbraun-Orange. Das dunkelorangefarbene Fruchtfleisch ist fest und schmeckt süßlich mit einer unverkennbaren Muskatnote. Der Muskatkürbis ist in der marokkanischen Küche unverzichtbarer Bestandteil von Couscous-Gerichten. Seine Schale ist nicht essbar, deshalb sollte der Muskatkürbis immer geschält werden, bevor Du ihn zu Suppe, Chutneys oder Kompott verarbeitest.

  4. Spaghetti-Kürbis: Der ovale Spaghetti-Kürbis wird im August bis in den Spätherbst hinein geerntet. Das langfaserige, hellgelbe Fruchtfleisch hat ein leicht nussiges Aroma, das sehr gut als Salat oder in Kombination mit Käse oder Fleisch schmeckt.

  5. Bischofsmütze: Bei dieser Sorte handelt es sich um eine der weniger bekannten Kürbisarten. Man erkennt ihn an der Form: Der runde „Bauch“ wird von einer kuppelförmigen Spitze getoppt. Die Schale erstrahlt in einem tiefen Orange, das manchmal auch grüne oder gelbe Streifen aufweist. Aufgrund seiner Form eignet sich dieser Kürbis gut zum Füllen.

  6. Zucchini: Auch die beliebten Zucchini sind eine Unterart des Gartenkürbisses und gehören zur Familie der Kürbisgewächse. Sie sind das ganze Jahr über erhältlich und lassen sich sehr vielseitig in der Küche einsetzen. Du könntest daraus leckere Zucchini-Käse-Puffer backen und diese mit einem frischen Salat und einem leckeren Petersilien-Dill-Dip servieren. So erhältst Du ein leichtes, sommerliches, vegetarisches Gericht, das eine hervorragenden Alternative zu den klassischen Kartoffelpuffern darstellt.

Welche Kürbissorten sind nicht essbar?

Neben den Speisekürbissen gibt es einige giftige Kürbis Sorten, die allein der Dekoration dienen. Die Zierkürbisse erkennst Du an ihren ungewöhnlichen Formen und Farben, sie sind in der Regel relativ klein und haben fast kein Fruchtfleisch. Der in ihnen enthaltene Bitterstoff Cucurbitacin, führt beim Verzehr zu heftigen Bauchschmerzen sowie Magen- und Darmbeschwerden. Kochen hilft nichts, denn Cucurbitacin hält auch der Hitze stand. Zierkürbisse dienen deshalb ausschließlich als Deko für Haus und Garten. Zu den nicht genießbaren Kürbissen gehören folgende Sorten:

  1. Der Autum Wing ist leicht länglich und weist ausgeprägte Rillen auf. Die Schale ist oft dunkelorange, kann aber auch ins Gelbliche spielen und grüne Streifen oder Flecken aufweisen.

  2. Der Kronenkürbis ist ein besonders hübsches Exemplar. Er ist rundlich-abgeflacht und zeigt markante Ausstülpungen, die an eine Krone erinnert. Er zeigt sich in Gelb, Orange oder Grün oder einer Mischung aus all diesen Farben.

  3. Der Pear Bicolor erinnert, wie der Name schon vermuten lässt, an eine zweifarbige Birne. Der untere, bauchige, grüne Bereich geht in einen schmaleren, gelben Hals über.

  4. Schwanenhals. Dieser hübsche, extravagant geformte Kürbis ist ganz einfach an seinem charakteristischen „Hals“ zu erkennen, der auch dem „Bauch“ herausragt und oft in einen kleine, runden „Kopf“ übergeht. Die Schale kann grün, gelb, orange oder eine Mischung aus allem sein, je nach Sorte ist sie glatt, gerippt oder genoppt.

Was kann ich aus Kürbis machen?

Kürbissuppe ist ein Klassiker, aber es gibt noch viele andere Optionen, Kürbis lecker zuzubereiten. Wie wäre es mal mit Kürbispüree, das Du als Beilage servierst? Es stellt eine gute Alternative zu Kartoffelstampf dar, kann aber auch mit diesem im Verhältnis 1:1 gemischt werden. Kürbismuffins schmecken lecker und können süß oder herzhaft abgeschmeckt werden. Kürbis-Chutney ist eine vielseitige Beilage zu Fleisch, Fisch oder Käse.

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FAQs

Wie viele Kürbissorten gibt es?

Es gibt weltweit etwa 850 Kürbissorten.

Welche Kürbissorten gibt es in Deutschland?

In Deutschland wachsen rund 200 verschiedene Kürbissorten, dazu zählen der Hokkaido, der Butternuss, der Muskatkürbis oder der Spaghettikürbis – um nur einige wenige Sorten zu nennen.

Wie erkenne ich, ob ein Kürbis essbar ist oder nicht?

Schneide ein Stück vom Kürbis ab und koste es – wenn es bitter ist, handelt es sich um einen Zierkürbis, wenn es genießbar ist, kannst Du den Kürbis essen.

Ist der Gartenkürbis essbar?

Der Gartenkürbis kommt in mehreren Sorten vor, von denen viele, beispielsweise die Zucchini, essbar sind.

Welche Kürbisse für Kürbissuppe?

Zur Zubereitung einer leckeren Kürbissuppe mit Tomaten eignen sich die Sorten Hokkaido, Butternuss oder Muskatkürbis.