Tomaten gehören zu den Lieblingsgemüsesorten der Deutschen. Obwohl die Ernte in Deutschland zwischen Juni und Oktober erfolgt, sind sie doch das ganze Jahr über erhältlich.
Um ihre Frische, ihre Textur und ihren Geschmack optimal zu bewahren, ist die richtige Lagerung entscheidend. Dabei spielen Temperatur, Lichteinfall und Luftzirkulation eine Rolle. In diesem Guide erfährst Du, wie Du das Gemüse lagerst, um es dann in leckeren Rezepten mit Tomaten vielfältig einzusetzen.
Wie lagert man Tomaten richtig?
In der Regel lagerst Du Gemüse im Gemüsefach des Kühlschranks. Tomaten in den Kühlschrank zu legen, ist aber keine gute Idee, denn sie mögen die Kälte nicht und bevorzugen Temperaturen zwischen 12° und 16° C. In dieser Hinsicht ist die Tomate empfindlich: Ist es zu kalt, verliert sie an Aroma, bei zu hohen Temperaturen kann sie Schimmel entwickeln.
Um die Tomate so lang wie möglich frisch zu halten, sind die richtige Temperatur und die passende Umgebung von großer Bedeutung. Der ideale Lagerort für reife Tomaten ist ein dunkler, etwas kühlerer Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit – der Vorratskeller ist ideal.
Tomaten zu Hause nachreifen
Viele Tomaten kommen bei uns unreif in den Handel. Das ist aber kein Problem, denn Tomaten reifen nach der Ernte weiter. Du kannst Dir diese Tatsache zunutze machen, indem Du unreife, harte Tomaten an einem warmen, sonnigen Platz, beispielsweise auf der Fensterbank, lagerst.
Wenn sie eine tiefrote Farbe angenommen haben und sich fest, aber nicht mehr steinhart anfühlen, sind sie reif. Jetzt kannst Du sie in einer mit Küchenpapier ausgelegten Schale aufbewahren. So ist eine gute Luftzirkulation gegeben, sodass sie ausreichend Sauerstoff bekommen und sich bestmöglich halten.
Unter optimalen Bedingungen halten sich die Tomaten so bis zu zwei Wochen und Du kannst daraus leckere Gerichte zaubern, beispielsweise gefüllte Tomaten mit Couscous-Ofengemüse. Für gefüllte Tomaten eignen sich am besten große, fleischige Sorten wie Ochsenherz oder die Berner Rose, denn sie bieten genügend Platz für die leckere Füllung.
Hinweis: Die Lagerung von Tomaten in einer Plastikschale ist nicht zu empfehlen, da sie dort durch den Kontakt mit dem harten Untergrund Druckstellen bekommen könnten.
Achte auf genügend Abstand zu anderem Gemüse und Obst
Frische Tomaten strömen bei der Reifung Ethylen aus – ein Reizgas, das für uns nicht wahrnehmbar ist. Es beeinflusst aber den Reifeprozess von direkt neben den Tomaten gelagerten Obst- und Gemüsesorten und führt dazu, dass diese verderben. Daher solltest Du immer darauf achten, die Tomaten in ausreichendem Abstand zu anderem Gemüse oder Obst aufzubewahren.
Wie kann ich für längere Zeit Tomaten lagern?
Wenn Du mehr Tomaten eingekauft oder im eigenen Garten geerntet hast, als Du innerhalb der nächsten zwei Wochen verbrauchen kannst, gibt es zwei gute Möglichkeiten, die Tomaten für längere Zeit haltbar zu machen.
1. Tomaten einfrieren
Tomaten lassen sich problemlos einfrieren. Allerdings gehören sie wie Gurken zu den Gemüsesorten mit einem hohen Wasseranteil. Dadurch werden sie nach dem Auftauen matschig und entwickeln eine unangenehme Konsistenz. Für Salate eignen sie sich dann nicht mehr, wohl aber zur Weiterverarbeitung in Saucen oder Suppen.
Natürlich kannst Du diese Tomaten auch zusammen mit Pinienkernen zu einem roten Pesto verarbeiten und dieses zum Füllen von Ravioli nutzen. Maxi-Ravioli gefüllt mit Tomate-Mozzarella ist ein köstliches, ausgewogenes Gericht, das allerdings ein bisschen Zeit braucht, wenn Du die Ravioli selbst herstellst.
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Tomaten fürs Einfrieren vorbereiten
Ideal ist es, die geschälten Tomaten in Stücken oder püriert einzufrieren. Dabei gehst Du folgendermaßen vor: Bevor Du die Tomaten ins Gefrierfach gibst, solltest Du das Grün sowie den Blütenansatz entfernen. Danach ritzt Du die Tomaten leicht ein, übergießt sie mit kochendem Wasser und ziehst dann die Haut ab.
Jetzt kannst Du die Tomaten in kleine Stücke schneiden oder pürieren. Zum Einfrieren verwendest Du am besten ein luftdichtes, gut schließendes Behältnis - alternativ auch einen Gefrierbeutel. Vergiss nicht, alles mit Angabe des Datums und des Inhalts zu beschriften! So halten sich die Tomaten für etwa sechs Monate.
2. Tomaten trocknen
Getrocknete Tomaten sind lecker und lassen sich vielseitig einsetzen. Verwende sie beispielsweise für überbackene Penne mit getrockneten Tomaten. Mit ihrem würzigen Geschmack schmecken sie auch in Salaten. Stelle Pesto aus ihnen her oder nutze sie, um Tomatensaucen einen besonders intensiven Geschmack zu verleihen.
Die im Handel erhältlichen getrockneten Tomaten sind teuer und sehr salzig. Trockne die Tomaten doch einfach mal selbst: Dafür halbierst Du sie und legst sie mit der Schnittfläche nach oben auf ein Backblech, das Du zuvor mit reichlich Salz bestreut hast. Das Backblech platzierst Du auf mittlerer Einschubhöhe und heizt den Ofen auf 90° C. Klemme einen Kochlöffel in die Backofentür, sodass die Feuchtigkeit entweichen kann.
Nach etwa sechs Stunden sind die Tomaten fertig. Wenn Du die getrockneten Tomaten richtig lagern möchtest, lässt Du sie vollständig auskühlen und gibst sie zusammen mit ein paar Reiskörnern in eine gut schließende Dose. Alternativ kannst Du sie auch mit Kräutern Deiner Wahl in Olivenöl einlegen. So kannst Du die getrockneten Tomaten aufbewahren und jederzeit genießen.
FAQs
Wie halten sich Tomaten am längsten frisch?
Tomaten halten sich am längsten frisch, wenn sie in einem dunklen Raum bei 12° bis 16° C und hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden.
Was sollte nicht zusammen mit Tomaten gelagert werden?
Tomaten sollten immer separat von anderem Gemüse oder Obst gelagert werden, weil sie ein Gas ausströmen, das den Reifeprozess der anderen Lebensmittel beschleunigt.
Reifen grüne Tomaten während der Lagerung nach?
Grüne Tomaten können nachreifen, wenn sie an einem warmen Ort in Zeitungspapier verpackt gelagert werden.
Wann sind Tomaten schlecht?
Schlechte Tomaten zu erkennen, ist einfach: Eine sehr weiche und mehlige Konsistenz sowie Anzeichen von Schimmel deuten darauf hin, dass die Tomaten nicht mehr zum Verzehr geeignet sind.
